Hannover Leasing Fonds, Montraus Zweite, Montrnus Dritte, Kaledo: Anleger drohen hohe SteuernachzahlungenKapitalanlagerecht: Medienfonds und SteuernachzahlungenMedienfonds der Hannover Leasing GmbH & Co. KG; Montranus Zweite Beteiligungs GmbH, Montranus Dritte Beteiligungs GmbH (HL 166), Kaledo u.a. Die Staatsanwaltschaft München durchsuchte im November 2007 die Privat- und Geschäftsräume der Hannover Leasing, deren Geschäftsführer sowie der involvierten Banken und Berater. Hintergrund ist der Verdacht, dass Produktionskosten steuerlich nicht gemäß dem Medienerlass berücksichtigt worden sind. Steuerliche Ermittlungen finden bei sieben Medienfonds aus den Jahren 2000 bis 2002 statt. Die Anleger seien von der Hannover Leasing unverzüglich informiert worden. Mit Hannover Leasing-Fonds wurden unter anderem Teile der „Herr der Ringe“-Trilogie finanziert. Nach Auffassung der JUSTUS Rechtsanwälte & Steuerberater kommen auf die Medienfondsanleger der Hannover Leasing Steuerrückzahlungen in Millionenhöhe zu. Der Grund hierfür liegt vor allem in der von der Hannover Leasing GmbH & Co. KG verwendeten Konzeption. Die Hannover Leasing – Gesellschaft ist leasingähnlich konstruiert, so dass die Anleger in den Anfangsjahren ihre Steuerlast drücken konnten, weil durch die Produktionskosten für die Filme Verluste anfielen. Dazu mussten Herstellungskosten als sofortige Betriebsausgaben anfallen, denen kein gleichzeitig entstehender Vorteil gegenüberstand. Dadurch entstand im Betriebsvermögensvergleich ein bilanzieller Verlust, der den Anlegern dann im Wege der einheitlichen, gesonderten Gewinnfeststellung zugewiesen wird. Zugleich mussten die Anleger nicht ernsthaft mit einem Totalverlust ihrer Einlage rechnen, selbst wenn die Filme floppten. Im November 2007 stellten die Finanzbehörden jedoch fest, dass die Medienfonds der Hannover Leasing GmbH & Co. KG die Kriterien der Leasingerlasse des Bundesfinanzministeriums möglicherweise nicht erfüllen, so dass die bereits gewährten Steuervorteile wieder aberkannt werden können. Die belasteten Fonds reichen bis ins Jahr 2000 und damit deutlich länger als bei VIP zurück. Dies könnte Anleger bei der nachträglichen Aberkennung der Steuervorteile und der Rückzahlungen, vor dem Hintergrund der i. d. R. 6%igen Strafverzinsung p. a. bei Steuern, hart treffen. Hannover Leasing hat unter anderem folgende Medienfonds mit über 1 Milliarde Euro Gesamtkapital aufgelegt: „Rush Hour 2“ Fonds Nr. 142; Montranus Fonds Nr. 143; Ähnlich, wie bei den Münchner Filmfonds VIP 3 und VIP 4 besteht auch hier für die, vom negativen Verlauf der steuerlichen Situation, betroffenen Anleger die Möglichkeit Schadensersatzansprüche gegen die beratenden Banken und Sparkassen geltend zu machen. Nach VIP, Hannover Leasing , Apollo Media und Equity Pictures werden weitere Medienfonds folgen. Tel.: 030 / 440 449 66 E-mail: Steffan@kanzleimitte.de
|